Sorgende Gemeinschaft

In jedem Sozialraum gibt es Sorgende Gemeinschaften. Sie entstehen da, wo Menschen miteinander leben, sich umeinander kümmern und zueinander Sorge tragen. Das kann Familie sein, Verwandtschaft, Nachbarn, Freunde, Spitex, Hausarzt. Auch Kirchgemeinden stehen mitten in einem sozialen Raum. Auch die Kirche hat den Auftrag, sich um die Schwächeren zu kümmern. Was braucht es, damit Kirche Teil von Sorgenden Gemeinschaften wird?


Links und Dokumente zum Thema

Caring Communities: Sorgende Gemeinschaften – Webseite der Diakonie Schweiz
Sorgende Gemeinschaft – Grundlagenpapier der Konferenz Diakonie Schweiz der EKS (PDF)
Caring Communities - Sorgenetzwerke für hochaltrige Menschen und ihre Familien – Ensemble Nr. 46, März 2020 (PDF)
Sorgende Gemeinschaft – Positionspapier des Bereichs Sozial-Diakonie (PDF)
Sorgende Gemeinde Belp – Webseite der Gemeinde Belp. Belp wird zur sorgenden Gemeinde dank gemeinsamer Initiative der politischen Gemeinde Belp, der Kirchgemeinden, Spitex und weiterer Organisationen, zusammen mit den Menschen in Belp und unterstützt durch den Nationalfonds und Careum Hochschule Gesundheit. Konzept Sorgende Gemeinde Belp 2021 (PDF)
Seele & Sorge – Website von Cornelia Coenen-Marx, Theologin und Publizistin aus Hannover und eine der Wegbereiterinnen für Care-Kultur.
Hofstetter Simon (Hg.): Gemeinsam Sorge tragen, Das Potenzial der Diakonie für Sorgende Gemeinschaften. Theologischer Verlag Zürich, 2021


 

Raum geben und ermöglichen

Unter dem Motto «Gemeinsam Sorge tragen - Sozialdiakonie konkret» beschäftigte sich die Sozialdiakonie-Konferenz 2022 mit neuen Wegen in die Zukunft. Der Schwerpunkt lag dabei bei den Sorgenden Gemeinschaften, und was diese für die sozialdiakonische Arbeit bedeuten. Sorgende Gemeinschaft passe perfekt zu Kirche, sagte der Referent Simon Hofstetter, Theologe und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Dozentur für Diakoniewissenschaft der Universität Bern. Und die Kirche habe riesiges Potenzial, nicht nur an personellen Ressourcen, sondern auch an Räumlichkeiten und Netzwerken. Zudem habe die Kirche bereits passende Arbeitsfelder, die sich zu Sorgenden Gemeinschaften ausbauen liessen.

Zur Sozialdiakonie-Konferenz 2022 mit dem Thema Gemeinsam Sorge tragen

 

Hinausgehen zu den Menschen

Das Referat von Cornelia Coenen-Marx, Theologin und Publizistin aus Hannover, eine Pionierung der Care-Kultur, zeigte anlässlich der Bernischen Diakoniekonferenz 2020 die Wege zur Sorgenden Gemeinschaft auf: Den Blick nicht nur auf den einzelnen Menschen richten, sondern auf das Miteinander im Sozialraum. Es gehe darum, mit den Menschen, nicht für die Menschen unterwegs zu sein. Im kirchlichen Sozialraum, so Coenen-Marx, gibt es bereits Sorgende Gemeinschaften, mit denen man sich vernetzen, die man unterstützen kann. Oder man startet eine neue Initiative, da, wo es nötig ist. Kirche muss hinausgehen zu den Leuten, muss Teil des Alltags werden. Oder, wie es ein Votum aus dem Plenum deutlich ausdrückte: Wir müssen hinausgehen und fragen, was die Menschen brauchen. Nicht Projekte anreissen, die wir selber toll finden.

Zur Bernischen Diakoniekonferenz mit dem Thema Care-Kultur